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Wovon gehen gegenwärtige, kognitionstheoretische Modelle aus? (liegt dem Kompetenzbegriff der PISA Studie zugrunde)

Dass Lesen ein kognitiv konstruktiver Vorgang ist, der die aktive Bildung von Bedeutungen verlangt.

Welche fünf Anforderungsdimensionen gibt es, welche während des Lesens gleichzeitig vollzogen werden?

1. Buchstaben, Wort & Satzerkennung (hierarchieniedrig = hn)


2. lokale Kohärenzbildung (hn)


3. globale Kohärenzbildung (hh)


4. Superstrukturen (hh)


5. mentales Modell (hh)

Was ist der "Wortüberlegenheitseffekt"?

Die semantische Verfügbarkeit von Wörtern in ihrer Buchstabengestalt ist wichtig für Geschwindigkeit und für die kongitive Mühelosigkeit, in der sie identifiziert werden können.

Welchen Vorteil haben Leseanfänger, die über einen differenzierten Wortschatz und entsprechendes Kontextwissen verfügen?

Da sie während des Lesens präzise Erwartungen entwickeln, d.h ,sogenannte "Top-Down" Leistungen zur Unterstützung des Buchstabierens einsetzen. Auch wenn man Kontexte, in die Wörter hineingehören, bekannt und dadurch erwartbar sind, wird die Worterkennung stabilisert und unterstützt.

Was ist für das Satzverstehen besonders wichtig?

Die Bildung von Sequenzen, die semantisch zusammengehören. Beispielsweise muss für die Verbklammer des Deutschen von dem Pärdikatsteil in der zweiten Position bis zum Satzende eine Erwartungsspanne aufgebaut werden.

Was haben Leseanfänger mit umfassenden vorschulischen Erfahrungen für Vorteile beim Satzverstehen?

Sie verfügen über differenziertere Satzmuster, sind geübter im rezeptionbegleitenden Aufgau einer inneren Repräsentation des Gelesenen (Mentales Modell) und verarbeiten sehr viele textseitige Hinweise schon auf dieser noch relativ hierarchieniedrigen Stufe.

Was ist die lokale Kohärenzbildung?

Bildung von Sinnzusammenhängen über die Satzgrenzen hiaus. (durch Verknüpfung von Satzfolgen).

Was hat der gute Leser bei der lokalen Kohärenzbildung durch Verknüpfung von Satzfolgen für einen Vorteil?

Die "kleinen" lokalen Stimmigkeiten konstruiert der gute Leser völig beiläufig durch die Herstellung von Inferenzen (stimmige Ergänzungen von Leerstellen im Text). Für Leseanfänger oder gänzlich Leseungewohnte, die sich noch lautierend vorlesen müssen sind die Anstrengungen bereits auf den beiden relativ niedrigen Ebenen so aufwändig, dass sie trotz aller Mühen die etwas grösseren Zusammenhänge des Textes kaum verstehen.

Was ist die globale Kohärenzbildung?

Wenn die lokalen Kohärenzen nicht nur hergestellt, sondern auch in reduzierenden Organisationsvorgängen miteinander verknüpft werden, und zwar mitlaufend zu den anderen Leistungen (Wort und Satzidentifikation,Fluss der Lektüre). Der Leser stellt Makrostrukturen, nämlich eine strukturierte Vorstellung vom Textinhalt als Ganzem. -> inhaltliche Gesamtvorstellung des Textes

Was bedeutet "top down" und "bottom up"?

top down: erfahrungsbasierten Vermutungen zum Thema


bottom up: erste Verarbeitungsschritte der Semantik des Textes. Das Zusammenschiessen von top down und bottom up ist quasi die globale Kohärenz- eine inhaltliche Gesamtvorstellung des Textes

Wieso verzichtet man in diesem Modell lieber auf solche Figuren wie Metaphern oder Ironie?

Da man sie dem Modell zufolge nur verstehen kann, wenn man sie zunächst lokal kohärent acht (also in ihren Kontext aktiv einordnet und dadurch wiedersprüchliche Dimensionen erschliesst.

Was sind Makrostrukturen?

die globalen Inhalsstruktruen werden testsortenübergreifend beschrieben.

Was sind Superstrukturen?

Superstrukturen erfassen die Ordnung von Textteilen unabhängig von ihrer inhaltlichen Auffüllung, sie erfassen also textsortenspezifische Charakteristika

Wie sind einfache literarische oder pragmatische Texte geschaffen?

-Verzichten auf Ironie und Metaphern


- formulieren ihre globalen Inhaltsbereiche explizit -> etwa in einführenden Sützen, die angeben, wovon in der Folge gehandelt wird und worauf das Ganze hinausläuft.

Wie kann man die Anforderungen komplexerer Texte senken?

Komplexere Texte, ob literarische oder Sachtexte, erwarten die Herstellung eines Zusammenhangs in höherem Masse vom Leser. Diese entlastet sich, wenn sie im Rahmen ihrer schriftmedialen Vorkenntnisse über inhaltliches Wissen hinaus auch über Textsortenwissen verfügen.

Was kann man durch Superstrukturen?

Wer die mentale Rekonstruktion der formalen Organisartion des Themas im Text durchschaut hat, kann während des Lesens brauchbare Hypothesen bilden und in Anwendung bringen, da man schon weiss, wie Texte dieser Art funktionieren.

Was ist das "mentale Modell"?

Die innere Repräsentation des Gelesenen, in das neue Textmomente ständig Eingang findes, so dass es laufend korrigiert, differenziert und insgesamt prozessiert wird. Das mentale Modell ist der eigentliche Ertrag des Lesens.

Was braucht es für das "mentale Modell"?

Die hierarchieniedrigen Prozesse, die Worterkenund und die Bildung lokaler Zusammenhänge müssen so weit automatisiert sein, dass sie nicht die kognitiven Leistungen des Lesenden für sich allein beanspruchen. Zudem müssen ausreichend mentale Ressourcen aktiviert sein, um das Modell weiterhin auszudifferenzieren.

Was ist mit der "Qualität des Textverstehens "gemeint?

Wie vollständig in ihm die im Text ausgedrückten Inhalte abgebildet und geordnet sind.

Wann ist von der "hierarchiehöchsten Ebene" die Rede?

Wenn diese mentalen Modelle in konventionalisierten Redeweisen eingeordnet werden können. Für literarisch komplexere Texte ist diese Ebene durchaus notwendig da Textsorten auch mal durchkreuzt werden können und der Leser dann nicht verwirrt sein sollte.

Was ist möglich wenn man die Superstrukturen (mentale Rekonstruktion der formalen Organisation des Themas im Text) errichtet hat?

Man kann schon während dem Lesen brauchbare Hypothesen bilden und in Anwendung bringen, da man schon weiss wie Texte dieser Art funktionieren.