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20 Cards in this Set

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Hirnnerven-Syndrome

・Übersicht (9)

- Nervus-oculomotorius-Läsion (III, Okulomotoriusparese)

- Nervus-trochlearis-Läsion (IV, Trochlearisparese)


- Nervus-trigeminus-Läsion (V, Trigeminusparese)


- Nervus-abducens-Läsion (VI, Abducensparese)


- Nervus-facialis-Läsion (VII)


- Nervus-glossopharyngeus-Läsion (IX)


- Nervus-vagus-Läsion (X)


- Nervus-accessorius-Läsion (XI)


- Nervus-hypoglossus-Läsion (XII)

Nervus-oculomotorius-Läsion (III, Okulomotoriusparese)

・Klinik (3)

- Komplette Ophthalmoplegie


- Ophthalmoplegia interna


- Ophthalmoplegia externa

Komplette Ophthalmoplegie

・Definition (4)

- Auge zeigt Deviation nach außen unten

- Ptosis und Mydriasis


- Nah-Akkommodation gestört


- Patienten beklagen i.d.R. keine Diplopie, weil das Auge durch die Ptosis okkludiert ist

Ophthalmoplegia interna

・Definition (3)

- Bei leichter Druckschädigung des N. oculomotorius werden zunächst die parasympathischen Fasern geschädigt

→ weite, lichtstarre Pupille


→ gestörter Nah-Akkommodation bei erhaltener Augenmotilität

Ophthalmoplegia externa

・Definition (1)

- Erhaltene autonome Funktion bei gestörter Augenmotilität
Nervus-trochlearis-Läsion (IV, Trochlearisparese)

・Klinik (5) (Bild)

- Ausfall des M. obliquus superior (Funktion: Innenrotation, Abduktion und Senkung des Augapfels bei Adduktion)  → Übergewicht des antagonistischen M. obliquus inferior→ Schräg stehende, vertikale Doppelbilder; stärkste Doppelbilder beim Bl...
- Ausfall des M. obliquus superior (Funktion: Innenrotation, Abduktion und Senkung des Augapfels bei Adduktion) → Übergewicht des antagonistischen M. obliquus inferior

→ Schräg stehende, vertikale Doppelbilder; stärkste Doppelbilder beim Blick nach nasal unten (z.B. beim Lesen) → Zur größten Schielabweichung kommt es bei Kopfneigung zur Seite des paretischen Muskels, da der Bulbus nach oben innen abweicht.


→ Kompensatorisch neigen die Patienten den Kopf zur Gegenseite (Bielschowsky-Phänomen)

Nervus-trigeminus-Läsion (V, Trigeminusparese)

・Klinik (4)

- Periphere Trigeminusläsionen

→ N. ophthalmicus betroffen → Ausfall des Kornealreflexes


→ N. mandibularis betroffen → Ausfall der Kaumuskulatur




- Nukleäre Trigeminusläsion


→ Motorische und sensible Kerne des N. trigeminus liegen gesondert im Hirnstamm


→ Folge: Entweder Ausfall der Kaumuskulatur oder Sensibilitätsausfälle einer Gesichtshälfte

Nervus-abducens-Läsion (VI, Abducensparese)

・Klinik (2)

- Ausfall des M. rectus lateralis → Auge weicht nach innen ab (Einwärtsschielen) und damit zunehmende Einschränkung des Gesichtsfeldes bei Blick in Richtung des paretischen Muskels.

- Kompensatorisch wird der Kopf in Richtung des paretischen Muskels gedreht, um so Doppelbilder zu vermeiden.

Nervus-facialis-Läsion (VII)

・Zentral vs Peripher (2) (Bild)

・ Zentrale Nervus-facialis-Läsion (VII)- Ausfall der kontralateralen mimischen Muskulatur → Kontralateral hängender Mundwinkel

- Lidschluss und Stirnmuskulatur sind nicht betroffen (Die mimische Muskulatur der oberen Gesichtshälfte wird vo...
・ Zentrale Nervus-facialis-Läsion (VII)

- Ausfall der kontralateralen mimischen Muskulatur → Kontralateral hängender Mundwinkel


- Lidschluss und Stirnmuskulatur sind nicht betroffen (Die mimische Muskulatur der oberen Gesichtshälfte wird von beiden motorischen Großhirnhemisphären versorgt.)




・Periphere Nervus-facialis-Läsion (VII)


- Ipsilateraler Ausfall der kompletten mimischen Muskulatur

Periphere Nervus-facialis-Läsion (VII)

・Ätiologie (7)

- Idiopathisch (ca. 80%)

- Entzündlich


→ Borrelien (Meningoradikulitis): Häufigste Ursache der peripheren Fazialisparese des Kindes (meist doppelseitige Fazialisparese)


→ Herpes zoster (Zoster oticus)


- Iatrogen (zb Resektion der Parotis)


- Traumatisch


- Tumorös


- Metabolisch (zb SS, DM)


- Otogen (zb Cholesteatom)

Periphere Nervus-facialis-Läsion (VII)

・Klinik (5) (Bild)

- Ipsilateraler Ausfall der kompletten mimischen Muskulatur (Kaumuskulatur ist nicht betroffen)- Je nach Höhe der Läsion (von peripher nach zentral) 
→ Geschmacksstörung der vorderen 2/3 der Zunge (Läsion vor Abgang der Chorda tympani) 
→ ...
- Ipsilateraler Ausfall der kompletten mimischen Muskulatur (Kaumuskulatur ist nicht betroffen)

- Je nach Höhe der Läsion (von peripher nach zentral)


→ Geschmacksstörung der vorderen 2/3 der Zunge (Läsion vor Abgang der Chorda tympani)


→ Verminderte Speichelproduktion (Läsion vor Abgang der Chorda tympani )


→ Hyperakusis durch Ausfall des M. stapedius (Läsion vor Abgang des N. stapedius)


→ Verminderte Tränensekretion (Läsion vor Abgang des N. petrosus major)

Periphere Nervus-facialis-Läsion (VII)

・Diagnostik (6)

- Körperliche Untersuchung

- Schirmer-Test


- Gustometrie: Testung des Geschmackssinnes der vorderen 2/3 der Zunge


- Blutentnahme: Entzündungsparameter


- Liquorentnahme (Borrelien-Antikörper ; PCR für VZV, HSV)


- MRT zum Ausschluss von Tumoren

Periphere Nervus-facialis-Läsion (VII)

・Körperliche Untersuchung

- Dem Patienten folgende Aufgaben geben: Pfeifen, Wangen aufblasen, Augen schließen, Stirn runzeln - Signe de cils ("Wimpernzeichen", von frz. "signe" = Zeichen und "cil" = Wimper)
- Sichtbares Bell-Phänomen bei aktivem Lidschluss
- Dem Patienten folgende Aufgaben geben: Pfeifen, Wangen aufblasen, Augen schließen, Stirn runzeln

- Signe de cils ("Wimpernzeichen", von frz. "signe" = Zeichen und "cil" = Wimper)


- Sichtbares Bell-Phänomen bei aktivem Lidschluss

Signe de cils

・Definition (2)

- Beim maximalen Zukneifen der Augen sollten die Wimpern physiologischerweise nicht mehr sichtbar sein.

- Liegt aufgrund einer diskreten Fazialisparese, einer Myopathie oder bspw. einer Myasthenia gravis jedoch eine Störung des Lidschlusses vor, so bleiben die Wimpern auf der betroffenen Seite noch deutlich sichtbar, was als "Signe de cils" bezeichnet wird.

Bell-Phänomen

・Definition (2)

- Beim aktiven Lidschluss erfolgt bei ca. 90% der Menschen physiologischerweise ein reflexartiges Auf- und Auswärtsdrehen des Bulbus oculi, was als Bell-Phänomen bezeichnet wird. Es kann sichtbar gemacht werden, indem beim aktiven Lidschluss ein Lid offen gehalten wird.

- Bei einer ausgeprägten Fazialisparese ist dies jedoch mitunter nicht nötig, um das Bell-Phänomen sehen zu können: da hier paresebedingt ein Lagophthalmus (d.h. ein unvollständiger Lidschluss) vorliegt, kann auf der betroffenen Seite bisweilen der nach oben und außen gerollte Bulbus sowie die weiße Sklera gesehen werden.

Periphere Nervus-facialis-Läsion (VII)

・Therapie (4)

- Allgemein

→ Schutz vor Austrocknung des Auges: Tränenersatzmittel, ggf. nachts Uhrglasverband


→ Therapie der Ursache




- Idiopathische Fazialisparese


→ Glukokortikoide für 5-10 Tage


→ Ggf. Virustatikum (Valaciclovir)


(Da vermutet wird, dass Viren (wie Herpes simplex) an der Pathogenese beteiligt sind)

Nervus-glossopharyngeus-Läsion (IX)

・Klinik (4)

- Schlaffes Gaumensegel → Deviation der Rachenhinterwand zur gesunden Seite (sog. Kulissenphänomen - ähnlich der Nervus-vagus-Läsion)

- Hypästhesie des hinteren Zungendrittels, des weichen Gaumens und des oberen Pharynx


- Geschmacksstörungen im hinteren ZungendrittelGeringe Dysphagie (bei intaktem N. vagus)


- Geringe Dysphagie (bei intaktem N. vagus)

Nervus-vagus-Läsion (X)

・Klinik (3)

- Schlaffem Gaumensegel → Nasale Sprache → Deviation der Rachenhinterwand zur gesunden Seite (sog. Kulissenphänomen)

- Epiglottisparese → Verschlucken


- Glottisparese: Heiserkeit und Paramedianstellung der kranken Stimmlippe durch Ausfall des Vagusastes Nervus laryngeus recurrens (siehe Lernkarte → Kehlkopflähmung)

Nervus-accessorius-Läsion (XI)

・Klinik (3)

- Ausfall des M. sternocleidomastoideus → Kopfdrehung nach kontralateral nicht möglich/erschwert

- Ausfall des M. trapezius → Heben der Schultern ipsilateral nicht möglich/erschwert


- Ursache: Operationen im seitlichen Halsdreieck (bzw. am Hinterrand des M. sternocleidomastoideus) insbesondere bei der Entfernung verbackener Lymphknoten

Nervus-hypoglossus-Läsion (XII)

・Klinik (2)

- Inaktivitätsatrophie und Faszikulieren der Zunge auf der kranken Seite

- Durch Überwiegen des Muskeltonus auf der gesunden Seite weicht die Zunge beim Herausstrecken zur kranken Seite ab