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Schematherapie

1. Definition
2. Anwendungsgebiete
1. Weiterentwicklung der kongnitiven Verhaltenstherapie
> emotionsorientiert
> Einsatz imaginativer Techniken
> gruppenorientiert

2. Früh erworbene Störungsbilder, v.a. Persönlichkeitsstörungen (BPS, NPS) aber auch Depressionen und Angsterkrankungen
Schematherapie - Entstehung und Bedeutung von Schemata
1. Während der Entwicklung werden beim Streben nach der Befriedigung zentraler Bedürfnisse in Abhängigkeit von den gemachten Erfahrungen komplexe Gedächtnisstrukturen sog. Schemata oder Lebensthemen angelegt. Neben gesunden d.h. funktionierenden Schemata werden bei der Frustration zentraler Bedürfnisse auch sog. hinderliche Schemata angelegt.
2. Schemata beinhalten Kognitionen, Erinnerungen, Wahrnehmungen sowie emotionale und körperliche Reaktionskomponenten.
3. Hinderliche Schemata können auch beim Erwachsenen ausgelöst werden und führen dann u.U. zu charakteristischen Verhaltensmustern (Schema-Modi)
Schematherapie - Liste der Schemata
18 gefundene Schemata werden in 5 Domänen unterteilt:

1. Domäne 1 ("abgetrennt, abgelehnt")
a) im Stich gelassen
b) Misstrauen / Missbrauch
c) Emotionale Vernachlässigung
d) Unzulänglichkeit / Scham
e) Isolation

2. Domäne 2 ("unselbstständig, lebensuntüchtig")
a) Abhängigkeit
b) Verletzbarkeit
c) Erfolglosigkeit / Versagen
d) Verstrickung / unetwickeltes Selbst

3. Domäne 3 ("schrankenlos, unbeherrscht")
a) Besoners sein
b) Unkontrolliert und undiszipliniert

4. Domäne 4 ("angepasst")
a) Unterordnung / Unterwerfung
b) Aufopferung
c) Beachtung suchen

5. Domäne 5 ("gehemmt und wachsam")
a) Negatives hervorheben
b) Bestrafung
c) Emotionale Gehemmtheit
d) Unerbittliche Ansprüche
Schematherapie - Kernbedürfnisse nach Young
1. Sichere Bindung zu anderen Menschen (Sicherheit, Stabilität, Zuwendung, Akzeptanz)
> Domäne 1 (abgetrennt, abgelehnt)

2. Autonomie, Kompetenz, Identitätsgefühl
> Domäne 2 (unselbstständig, lebensuntüchtig)

3. Realistische Grenzen setzen und selbst die Kontrolle haben
> Domäne 3 (schrankenlos, unbeherrscht)

4. Freiheit, berechtigte Bedürfnisse und emotionen ausdrücken
> Domäne 4 (angepasst)

5. Spontaneität und Spiel
> Domäne 5 (gehemmt und wachsam)
Schematherapie - Schemabewältigung
Der Begriff der Schemabewältigung umfasst verschiedene Handlungsmuster, die einerseits unbewusste Reaktionen auf das Vorhandensein spez. Schemata, sind und der Abwehr negativer Emotionen dienen. Die Schemaauslösung soll gewissermaßen verhindert werden. Die Selbstschutzfunktion wird beim Erwachsenen oft nicht erreicht und die Bewältigungsstile tragen ihrerseits zur Aufrechterhaltung bzw. Verstärkung oder Schwächung der hinderlichen Schemata bei
Schematherapie - Bewältigungsstile
1. Erdulden
> Schemauslösende Situationen werden selbst herbeigeführt und die das hierdurch ausgelöste Schema erduldet

2. Vermeidung
> Schemaauslösung wird erfolgreich vermieden. Die hierzu angwendeten Verhaltensmuster produzieren jedoch auf andere Weise negative Emotionen

3. (Über-)Kompensation
> Ankämpfen gegen die Schemaauslösung und Verschleierung / Verbergen tatsächlicher Bedürfnisse
Schematherapie - Modi
1. Kindmodi
a) Verletzbares Kind
b) Verärgertes Kind
c) impulsives, undiszipliniertes Kind
d) glückliches, zufriedengestelltes Kind

2. Schemabewältigungsmodi
a) Angepasster Erdulder
b) Distanzierter Beschützer
c) Kompensator (Angreifer, Manipulateur, Überragender, Zustimmung Suchender)

3. Elternmodi
a) Strafender Elternteil
b) Fordernder Elternteil

4. Erwachsenenmodi
a) Gesunder Erwachsener
Schematherapie - Therapieziel(e)
1. Schemaabschwächung bzw. Schemaheilung durch:

a) Limited Reparenting (begrenzte elterliche Fürsorge). Dabei wird der Versuch unternommen, unbefriedigte Kernbedürfnisse i.R. einer authentischen Beziehung zu erfüllen
Schematherapie - Ablauf und Techniken
1. Psychoedukation, Therapieziele vereinbaren
2. Schemata und Modi identifizieren
3. Bevorzugte Bewältigungsstile identifizieren
4. Fallkonzept erstellen
5. Veränderung mit dem Ziel der Stärkung des gesunden Erwachsenen
a) Kognitive Umstrukturierung
b) Erlebnisbasierte Techniken
c) Imaginationsübungen (z.B. imaginatives Rollenspiel)
Schematherapie - Frühe Erlebnisse und damit assoziierte maladaptive Schemata (4)
1. Schädigende Nichterfüllung von Bedürfnissen > Emotionale Entbehrungm Verlassenheit, Instabilität

2. Traumatisierung
> Misstrauen / Missbrauch, Unzulänglichkeit / Scham
KVT - Problem- und Verhaltensanalyse
1. Dient der Problemstrukturierung, Bildung eines Erklärungsmodells und der Ableitung therapeutischer Strategien (Therapieplanung)

2. S-O-R-K-C Verhaltensgleichung (nach Kanfer 1969)

a) Problemverhalten (R) wird gesteuert durch
b) vorausgehende Stimuli (S) und zieht nach sich
c) verstärkende oder bestrafende Konsequenzen (C)
d) Häufigkeit des Eintretens von pos. oder neg. Konsequenzen wird über die Kontingenz bzw. den Verstärkungsplan (K) beschrieben
e) situationsübergreifende biologische oder psychische Bedingungen (Überzeugungen, Grundannahmen) werden in der Organismusvariablen (O) erfasst

3. Ablauf der aufstellung einer Verhaltensgleichung
a) Problemverhalten herausgreifen und beschreiben
b) vorausgehende Stimuli identifizieren
c) Analyse der folgenden Konsequenzen
d) Frage nach situationsübergreifenden Faktoren

4. Alternativ: funktionale Problemanalyse nach Bartling
- ähnlich wie S-O-R-K-C, jedoch O durch WP und iV ersetzt
- WP steht für Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsprozesse
- iV steht für innere Verarbeitung
KVT - Mikro- versus Makroanalyse
1. Mikoranalyse
> situatiosbezogene "horizontale" Problem- bzw. Verhaltensanalyse

2. Makroanalyse
> situationsübergreifende "vertikale" Bedingungsanalyse unter Einbeziehung von übergeordneten Plänen, Anschauungen, Normen
KVT -Kognitionsdiagnostik
1. Ziel ist die Identifizierung störungsrelevanter Kognitionen. Dies sind z.B.:

- verzerrte (dysfunktionale) Kognitionen
- automatische negative Kognitionen

2. Zum Einsatz kommen:

- Strukturierte Tagebücher
- Gedankenprotokolle
- Selbstbeobachtungsprotokolle
KVT - Systematische Desensibilisierung
> Graduierte Reizexposition in sensu, z.B. bei Prüfungsängsten sexuellen Funktionsstörungen, Phobien, PTSD

1. Psychoedukation
2. Etablierung eines Entspannungsverfahrens
3. Erstellung einer Angsthierarchie (0-100)
4. Imaginationsübung
5. Darbietung der Angst-Items unter Entspannungsbedingungen
KVT - Johari-Fenster
- dient zur Demonstration der Unterschiede zwischen Selbst- und fremdwahrnehmung und insbesondere der Illustration des sog. "blinden Flecks"
KVT - Achtsamkeit
> die eigene Aufmerksamkeit absichtsvoll und nicht wertend auf das bewusste Erleben des gegenwärtigen Moments richten

> Ziel ist eine Förderung von Akzeptanz der inneren Realität

> Prototypische Anwendung findet das Prinzip bei der Mindfulness Based Cognitive Therapy (MBCT) und der Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR)

> praktische Übungen sind der fernöstlichen Meditationsverfahren entlehnt, z.B. Body-Scan oder Atemmeditation
KVT -Soziales Kompetenztraining
1. Typen sozialer Kompetenz

a) Typ R (Recht)
> eigene Ansprüche gegenüber fremden Personen, Ämtern und Behörden durchsetzen, unberechtigte Ansprüche ablehnen
b) Typ B (Beziehung)
> eigene Bedürfnisse gegenüber nahe stehenden Personen anbringen, Umgang mit Kritik, Kompromisse finden
c) Typ K (Kontakt)
> Kontakte mit mehr oder minder fremden Personen aufnehmen und gestalten, Sympathie erwerben

2. Rollenspielbasiertes Einüben verschiedener sozialer Situationen, i.d.R. gruppenbasiert
KVT - Problemlösetraining
> Technik zur Verbesserung der Selbsteffizienz eines Individuums im Umgang mit Problemen

> Prozess des Problemlösens wird in Serie aufienander aufbauender Schritte zerlegt:
1. Problem- und Zieldefinition
2. Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten
3. Bewertung von Lösungsmöglichkeiten
4. Entscheidung über die beste(n) Lösungsmöglichkeit(en)
5. Planung der Umsetzung der Lösungsmöglichkeiten
6. Rückblick und Bewertung der Lösungsmöglichkeiten
KVT - Kognitive Verzerrungen
1. Kognitive Triade bei Depressionen
a) Negative Sicht der eigenen Person
b) Negative Sicht der Umwelt
c) Eingeengte sicht der Zukunft

2. Logische Denkfehler
a) Willkürliche Schlussfolgerungen
b) Selektives Verallgemeinern
c) Übergeneralisieren
d) Maximieren und Minimieren
e) Personalisieren
f) Dichotomes Denken
KVT - Sokratischer Dialog
> Therapeut entwickelt zunächst eine Hypothese über die Art der Verzerrung von Kognitionen des Pat.
> durch sokratisches Fragen (insistierendes Fragen) geleitet, sollen die Pat. erkennen, dass ihre automatischen lediglich eine der möglichen Sichtweisen darstellen und andere möglicherweise sogar realitätsgrechter sind. Motto: nicht den Pat. entkräften sondern zu elativierter Sicht leiten
Aktivitätsaufbau
Praktisch Durchführung:

Phase I: Instruktion und Messung des Aktivitätsniveaus
1. Funktionalität der Inaktivität beleuchten
2. Vermittlung der Notwendigkeit und Nützlichkeit des Aktivitätsaufbaus
3. Festsetzung der Kriterien von Aktivität
4. Protokollierung der Aktivitäten

Phase II: Erhöhung des allg. Aktivitätsniveaus
1. Auswahl der Aktivitäten
2. Steigerung der Aktivitäten
3. Verstärkung der Aktivitäten (z.B. druch Tokens)

Phase III: Aufbau spezif. Aktivitäten

Phase IV: Aufrechterhaltung
Emotionsregulationstraining
Praktische Durchführung:

1. Gefühle identifizieren und benennen
2. Hindernisse für das Verändern von Gefühlen identifizieren
3. Verwundbrakeit gegenüber schmerzlichen Gefühlen verringern
4. Positive Ereignisse häufiger werden lassen
5. Achtsamkeit für gegenwärtige Gefühle steigern
6. Den gegenwärtigen Gefühlen entgegen handeln
7. Techniken der Stresstoleranz anwenden
Kognitives Neubenennen
Praktische Durchführung:

1. Realitätstestung
> Pat. soll aktiv, d.h. durch Beobachtung, Experimente, Rollenspiele, Rollentausch nähere Informationen und Belege sammeln, die es ermöglichen, den Realitätsgehalt automatischer Gedanken zu hinterfragen
2. Reattribuierung
> bei z.B. Neigung zur Selbstbeschuldigung, Modell der Verantwortlichkeit entwickeln
3. Alternative Erklärungen
> für ein konkretes Ereigniss alle möglichen Erklärungshypothesen sammeln (brainstorming), danach alle Möglichkeiten hinsichtlich ihrer Gültigkeit (z.B. auf einer Skala von 0-100 %) bewerten
4. Entkatastrophisieren
> Pat. auffordern, befürchtete "Katastrophen" in allen Konsequenzen zu Ende zu denken und dadurch festzustellen, dass die Katastrophe eher im Verstand und nicht in der Realität geschieht
Stressbewältigungstraining
1. Instrumentelles Stressmanagament
> Äußere Stressoren reduzieren
2. Kognitives Stressmanagement
> Änderung stressverschärfender Einstellungen und Bewertungen
3. Palliativ-regeneratives Stressmanagement
> Regulierung und Kontrolle physiologischer und psychischer Stressreaktionen
a) Maßnahmen zur kurzfristigen Erleichterung und Entspannung bei akutem Stress
b) Langfristig wirksame Maßnahmen zur Erholung und Entspannung
Stressimpfung
> Pat. wird allmählich und in abgestufter Weise bewältigbaren Mengen von Belastungen (Stress) ausgesetzt

> Pat. soll über die Bedeutung von Kognitionen bei der Problementstehung unterrichtet werden und ermutigt werden, sich Problemlösestrategien anzueignen
Gesprächspsychotherapie nach Rogers
1. Klientenzentrierte Psychotherapie
2. Zu Zeiten der Gründung (1940er Jahre) erstmals Begegnung von Therapeut und Pat. "auf Augenhöhe"
3. Drei Wesentliche "Therapeutenvariablen":
a) Empathie
b) Bedingungslose positive Beachtung / Akzeptanz
c) Kongruenz
Systemische Psychotherapie / Familientherapie
1. 1970-1980 entwickelt, keine einzelne Gründungsfigur
2. Fokus auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen. Zusätzlich zu einem "Indexpatienten" werden weitere Mitglieder des für den Betreffenden bedeutsamen sozialen Umfeldes einbezogen. Fokussierung auf die Interaktionen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern