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Allgemeines Ziel guten Unterrichts:
möglichst vielen Schüler/inne/n größtmögliche Chancen auf die erfolgreiche Bewältigung von Lebensanforderungen zu verschaffen
Zwei leistungsbezogen Teilziele:
Qualifizierung
durchschnittliche Steigerung des Leistungsniveaus
Egalisierung
Verringerung von Leistungsunterschieden
Klassen, in denen beide Ziele zugleich erreicht werden, werden Optimalklassen genannt
Optimalklassen sind schwer zu erreichen, meist führt eine höhere Qualifizierung zu verminderter Egalisierung (Scheren-Effekt) oder eine höhere Egalisierung zu verminderter Qualifizierung (besonders der Lernstärkeren)
Gibt es Optimalklassen?
Studie Helmkes 1988
39 Hauptschulklassen (Klasse 5/6) in einer zweijährigen Längsschnittstudie
Datenquellen:
Unterrichtsbeobachtung und- beurteilung
Schülerangaben
Testverfahren
Lehrer/innen-Interview bzw. -fragebogen
Ergebnis:
6 von 39 Klassen waren Optimalklassen
Günstige Unterrichtsmerkmale für
- Qualifizierung -
Lehrer/innen-Zentrierung durch Frontalunterricht
Aufgabenorientierung
straffe Klassenführung
Klarheit
durch diese Methoden können Unterrichtsinhalte schnell vermittelt werden:
Leistungszuwachs
Günstige Unterrichtsmerkmale für
- Egalisierung -
Schüler/innen-Zentrierung durch innere Differenzierung
Beziehungsorientierung
zielerreichendes Lernen
Langsamkeitstoleranz
Individualisierung
diagnostische Sensibilität
affektive Beziehung
durch diese Methoden wird das Verständnis bei den SuS gefördert: Verringerung der Streuung
Definition
- Klassenführung -
Störungsarmut des Unterrichts
Effizienz des Regelsystems in der Klasse
Management von Disziplinstörungen
Definition
- Aufgabenorientierung -
Nutzung der Unterrichtszeit für Lernstoff
Definition
- Klarheit -
Verständlichkeit
Erklärungsgüte
Definition
- Langsamkeits-Toleranz -
Zeit für Warten auf Antworten
Akzentuierung der Geschwindigkeitskomponente
Definition
- Individualisierung -
Schwierigkeitsvariation gegenüber unterschiedlich starken Schülern
Häufigkeit von Kleingruppenunterricht
individuelle Unterstützung bei Stillarbeit
Förderung schlechter Schüler
Definition
- diagnostische Sensibilität -
Urteilsgenauigkeit gegenüber Niveau und Veränderungen
Definition
- affektive Beziehung -
Lob und Ermutigung
Humor
Wertschätzung durch die Schüler
Merkmale von Optimalklassen
- effiziente Klassenführung -
wenig Disziplinstörungen
sofortiges Durchgreifen
klares Regelsystem
keine Verzögerungen durch Unklarheiten
Merkmale von Optimalklassen
- hohe Aufgabenorientierung -
hoher Anteil time on task 
Merkmale von Optimalklassen
- hohe Individualisierung -
häufige Kleingruppenarbeit
hoher Anteil anspruchsvoller Fragen
hohe Zeitanteile für Leistungsschwache
Merkmale von Optimalklassen
- hohe Langsamkeitstoleranz -
wenig Geschwindigkeitsorientierung
zielerreichendes Lernen für alle
Angebots-Nutzungs-Modell nach Helmke
Kernaspekt der Nutzungs- Komponente
Unterichtsangebot löst nur dann Lernprozesse aus, wenn es die Lernenden zu eigenständigen Unterichtsangebot löst nur dann Lernprozesse aus, wenn es die Lernenden zu eigenständigen Lernaktivitäten anregt
vgl. zu Herbart: “das gleichschwebende vielseitige Interesse“ als zentrales Unterrichtsziel
Was ist Klassenmanagement?
alle Methoden, die eingesetzt werden, um die Lernaktivitäten in der Klasse zu organisieren (Slavin, 2006):
effektive Nutzung von Unterrichtszeit
räumliche und sachbezogene Strukturen
Herstellen einer fröhlichen und effektiven Lernumgebung
Minimierung von Verhaltensproblemen und Störungen
Unterrichtsstörungen
verringern die aktive Lernzeit
sind Belastungsfaktoren für Lehrkräfte
resultieren aus unzureichendem Klassenmanagement
Vermeidung von Unterrichtsstörungen durch:
autoritärer Stil:
Disziplin: Ruhe und Ordnung erzwingen
autoritativer Stil:
erklärte und begründete Regeln und Normen vorgeben
Verhaltensregeln
allgemeine, verbindliche Verhaltensstandards
schriftliche Fixierung
möglichst wenige und einsichtige Regeln
möglichst positive Formulierung
Verhaltensroutinen
spezifische Verhaltensmuster für wiederkehrende Situationen
Verlassen des Klassenzimmers
Beginn und Ende von Unterrichtsstunden
Beginn und Ende von Unterrichtsstunden
Schüler-Schüler-Interaktionen
Ablaufroutinen
Umgang mit Regeln und Routinen: 
frühzeitig einführen (= 1. Stunde!)
konsequent einführen:
günstige Folgen für regelkonformes Verhalten und Sanktionen für regelwidriges Verhaltensukzessiv einführen
Effektive Klassenführung als Prävention
(Kounins, 1970)
Prinzipien für die Aufrechterhaltung eines störungsfreien Unterrichts
Effektive Klassenführung als Prävention
(Kounins, 1970)
- Allgegenwärtigkeit der Lehrkraft -
den Eindruck erwecken, jederzeit über das Geschehen in der Klasse informiert zu sein
Präsenz (withitness): alle Schüleraktivitäten im Blick haben, Störungen nicht übersehen
Überlappung (overlapping): „Multitasking“ (z. B. Zuwendung zu einzelnem Schüler, ohne die Übersicht über die Klasse zu verlieren)
Effektive Klassenführung als Prävention
(Kounins, 1970)
- Reibungslosigkeit im Unterrichtsablauf -
Unterrichtsdynamik bei Übergängen aufrechterhalten
keine Verzögerungen im Unterrichtsfluss
Schwung (momentum): keine unnötigen Unterbrechungen, keine Abschweifungen, kein Überproblematisieren von Kleinigkeiten
Geschmeidigkeit (smoothness): keine sprunghaften Themenwechsel, keine Inkohärenzen
Effektive Klassenführung als Prävention
(Kounins, 1970)
- Aufrechterhaltung des Gruppenfokus -
stets möglichst viele Schüler/innen aktivieren
Stimulierung breiter Aufmerksamkeit (group alerting): z. B. jeder kann drankommen
Leistungsverantwortlichkeit auf die Klasse zuweisen (accountability): z. B. Leistungsnachweise (Heft, Hausaufgaben) werden kontrolliert
Effektive Klassenführung als Prävention
(Kounins, 1970)
- Überdrussvermeidung -
Langeweile ist der Feind des aktiven Lernens
Vermeidung durch: Abwechslung, intellektuelle Herausforderung, Variation der Variation derhsel der Methoden und Aktivitäten
Was tun, wenn Prävention versagt?
Blickkontakt
verbale Hinweise
an vereinbarte Regeln erinnern
direkte Aufforderung, Störung zu unterlassen
Bestrafung/Sanktion ankündigen als Alternative von Handlungskonsequenzen
fachübergreifende Merkmale der Unterrichtsqualität
(Helmke 2007)
- Effiziente Klassenführung und Zeitnutzung -
Etablierung und Einhaltung von Regeln
erfolgreiches Zeitmanagement (keine Unpünktlichkeit, Wartezeiten, schleppende Übergänge)
wirksamer Umgang mit Störungen
fachübergreifende Merkmale der Unterrichtsqualität
(Helmke 2007)
- Strukturiertheit und Klarheit -
klare und verständliche Lehreräußerungen
strukturierende Hinweise (Vorschau, Zusammenfassung, Integration der Hausaufgaben in den Unterrichtsstoff, etc.)
Aktivierung notwendigen Vorwissens
fachübergreifende Merkmale der Unterrichtsqualität
(Helmke 2007)
- Wirkungs- und Kompetenzorientierung -
Orientierung an den Bildungsstandards
Diagnostik der Unterrichtswirkung
Bereitschaft zu alternativen und innovativen Methoden
fachübergreifende Merkmale der Unterrichtsqualität
(Helmke 2007)
- Bereitschaft zu alternativen und innovativen Methoden -
aktives, selbstständiges Lernen fördern
Sprech- und Lerngelegenheiten für möglichst alle SuS
fachübergreifende Merkmale der Unterrichtsqualität
(Helmke 2007)
- Konsolidierung und Sicherheit -
Vielfalt an Aufgaben und Transfermöglichkeiten für „intelligentes“ Üben
fachübergreifende Merkmale der Unterrichtsqualität
(Helmke 2007)
- Variation von Methoden, Aufgaben und Sozialformen -
angemessen an Schüler/innen, Fach und Lernziel
Maximum ≠ Optimum
fachübergreifende Merkmale der Unterrichtsqualität
(Helmke 2007)
- Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen/Passung -
Anpassung der Schwierigkeit und des Tempos an Lernsituation und Lernvoraussetzungen
Beachtung von Schülermerkmalen (sozial, kulturell, sprachlich)
fachübergreifende Merkmale der Unterrichtsqualität
(Helmke 2007)
- Schülerorientierung und Unterstützung -
fachliche und persönliche Ansprechpartner 
Offenheit für die Interessen und Meinungen der Schüler/innen
fachübergreifende Merkmale der Unterrichtsqualität
(Helmke 2007)
- Lernförderliches Klima -
Nutzung von Fehlern als Lernchance 
Kooperation
gegenseitiger Respekt (auch Schüler ernst nehmen)
Humor
freundlicher Umgangston
angemessene Wartezeiten auf Schülerantworten
fachübergreifende Merkmale der Unterrichtsqualität
(Helmke 2007)
- vielfältige Motivierung -
Förderung der Lern- und Leistungsbereitschaft (durch hohe Leistungserwartung)
interessante Auswahl und Gestaltung des Unterrichts (thematische Motivierung)
Wichtigkeit und Nützlichkeit des Lernstoffs deutlich machen (instrumentelle Motivierung)
Vorbildfunktion: Freude am Fach und am Unterrichten
Unbestätigte „Methodenmythen“:
„innovative“ Methoden (offene Formen, Projekt, Stationen ..) sind gleichbedeutend mit gutem Unterricht
Lehrkraftzentrierung führt zu oberflächlichem, rezeptivem Lernen
viele verschiedene Methoden bedeuten guten Unterricht/je mehr unterschiedliche Methoden, desto besser
vom offenen Unterricht profitieren vor allem die Schwächeren